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Mönchspfeffer – Agnus Castus

Mönchspfeffer Agnus Castus

Mönchspfeffer Agnus Castus

Mönchspfeffer (lat.: Vitex Agnus Castus) ist der Tausendsasa unter den Heilpflanzen. Mit ihm lassen sich vielfältige Beschwerden heilen und lindern. Wie der Name schon vermuten lässt, kommt er aus den Klostergärten, in denen die Mönche die Heilpflanzen pflegten. Seinen Ursprung hat der Mönchspfeffer in Südeuropa. Der Mönchspfefferstrauch gehört zu den Lippenblütlern und die Heilpflanze ist unter anderem dafür bekannt, den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. In Naturheilpraxen wird er gerne bei Frauen im Klimakterium eingesetzt. Weiterhin wird er auch bei dem prämenstruellen Syndrom verwendet, damit ist aber sein Wirkungsspektrum noch lange nicht erschöpft.

Der Mönchspfeffer der mit lateinischem Namen Vitex Agnus Castus heißt, blüht hellrosa bis leicht blauviolett. Im Altertum kannte man ihn auch unter dem Namen Keuschbaum und er war das Schutzkraut der Enthaltsamen und Jungfrauen, vielleicht kommt daher auch der Name Mönchspfeffer. Mönche im Altertum haben wohl versucht ihre Libido mit der Heilpflanze zu zügeln. In Wirklichkeit sagt man im heutzutage aber eher eine aphrodisierende Wirkung nach. Fachkundige gehen davon aus, dass er in großen Mengen die Enthaltsamkeit erleichtert. So wurden die Samen im Mittelalter zerstoßen und dem Essen beigemengt, in kleineren Dosen bewirkt er aber das Gegenteil. In den Klöstern war es gang und gäbe ihn als Würzmittel zu verwenden.

Mönchspfeffer im Garten - Foto: ds / pixelio.de

Mönchspfeffer im Garten – Foto: ds / pixelio.de

Der Mönchspfeffer wächst als Strauch und kann eine Höhe von vier bis fünf Metern erreichen, die Pflanzen wirken dann schon eher wie kleine Bäume. Zur Verwendung kommen beim Mönchspfeffer die Blätter und Früchte,da hauptsächlich die Samen. Die Pflanzenteile werden im Herbst gesammelt und kommen entweder frisch zur Verwendung, werden getrocknet oder extrahiert. Zu seinen Hauptbestandteilen gehören ätherische Öle, Iridiode, Flavone sowie Aucubin, Casticin und Agnusid. In der heutigen Zeit kann man Mönchspfeffer auch als Phytohormon bezeichnen, denn er regt die körpereigene Progesteronbildung an. Die pfefferartigen Steinbeeren sollen bei der Ernte gut ausgereift sein, umso höher sind ihre Wirkstoffe und damit die Wirkung.

Mönchspfeffer als Tee, Kapseln, Tropfen, Tablette oder Globuli

Den Mönchspfeffer findet man heute in vielfältigen Darreichungsformen. Jede hat ihre Berechtigung und es kommt darauf an wie und für was er eingesetzt werden, soll. Das breite Wirkungsspektrum lässt eine unterschiedliche Dosierung zu. Beim prämenstruellen Syndrom und bei Wechseljahrsbeschwerden lässt sich eine Östrogendominanz vermuten, dann wird der Mönchspfeffer hochdosiert verabreicht und das lässt sich am leichtesten mit Kapseln und Tabletten realisieren. Die richtige Dosis bestimmt der Arzt oder Heilpraktiker. Außerdem bieten Kapseln und Tabletten eine leichtere Einnahme, sie ist angenehm, auch für unterwegs geeignet, da nichts zubereitet werden muss, weiterhin ist eine konstante und gleichbleibende Dosierung gewährleistet.

Da bei einem Teeaufguss nur geringe Mengen von Mönchspfeffer verwendet werden, dient er hauptsächlich dazu leichtere Beschwerden zu lindern. So sagt man dem Mönchspfeffer nach, dass er sich auch positiv bei Erregungszuständen auswirkt. Da kann sich eine Tasse Beruhigungstee mit Mönchspfeffer günstig auswirken. In geringen Dosen soll er die Libido steigern und eine aphrodisierende Wirkung haben. Dementsprechend kann man den Mönchspfeffer als Tee genießen und herausfinden, wie er seine Wirkung entfaltet.

In Tropfenform eignet er sich wohl hauptsächlich bei leichteren Frauenbeschwerden. Da es sich bei Tropfen in der Regel um eine Tinktur handelt, ist er geringer dosiert als in den meisten Kapseln und Filmtabletten. Globuli, die in der Homöopathie Verwendung finden, haben einen völlig anderen Ansatz. Die homöopathischen Mittel werden potenziert, das bedeutet immer wieder verschüttelt, sodass von der Heilpflanze chemisch nichts mehr nachweisbar ist. Wohl aber gibt es eine energetische Information, die der Organismus als Heilinformation nutzen kann. Es gibt Befürworter und Gegner dieser alternativen Heilmethode, für viele Menschen ist ihre Wirkung unumstritten.

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Mönchspfeffer bei Kinderwunsch & Schwangerschaft

Wie schon erwähnt, wirkt sich der Mönchspfeffer intensiv auf den weiblichen Hormonhaushalt aus. So kann er auch bei Kinderwunsch sehr dienlich sein, in der Schwangerschaft darf er aber nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden und von einer Eigenmedikation ist abzuraten. Bei einer falschen Dosierung kann der Mönchspfeffer eine abortive Wirkung haben. Gerade in der Schwangerschaft reagiert der Organismus sehr sensibel auf hormonelle Veränderungen und der Mönchspfeffer greift in den Hormonhaushalt ein.
Bei Kinderwunsch geht man davon aus, dass der Mönchspfeffer nicht nur die Lust steigert, sondern auch die Bildung von Gelbkörperhormonen anregt. Diese spielen bei der weiblichen Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle, weshalb der Mönchspfeffer auch bei einer Gelbkörperschwäche zum Einsatz kommt.

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Mönchspfeffer zur Regulierung der Periode und Zyklus, Luststeigerung

Da der Mönchspfeffer massiv in das hormonelle Geschehen im weiblichen Organismus einzugreifen scheint, lassen sich auch die Periode und der weibliche Zyklus damit regulieren. Ausschlaggebend hierfür ist das Zusammenspiel wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe, die in den Hormonhaushalt eingreifen. Dabei kann man dem Mönchspfeffer wohl hauptsächlich eine harmonisierende Eigenschaft nachsagen. Menstruale Beschwerden werden gelindert und der Zyklus pendelt sich ein. Bei der Periode treten ganz klassische Beschwerden auf, wie Unterleibsschmerzen, Krämpfe, zu starke Blutungen, Kopfschmerzen aber aber auch Gereiztheit, Unruhe und andere psychische Symptome auf die sich der Mönchspfeffer günstig auswirken kann. Allerdings sollten Mädchen in der Pubertät und junge Frauen auf den Mönchspfeffer verzichten, da auch hier der Organismus empfindlich auf hormonelle Veränderungen reagiert.

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Mönchspfeffer in den Wechseljahren (Klimakterium)

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine schwierige Zeit, begleitet von anstrengenden Symptomen. Das Klimakterium geht einher mit Hitzewallungen, depressiven Verstimmungen, wechselndem Zyklus, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Gefühlsschwankungen, um nur einige zu nennen.

In den Wechseljahren stellt sich der weibliche Organismus um, die Zeit der Fruchtbarkeit geht vorüber. Meist zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr stellen die Eierstöcke die Produktion der Hormone immer mehr ein. Das hat zur Folge, dass der Östrogenspiegel massiv sinkt, so kommt es zu den genannten Symptomen, die sowohl physischer, als auch psychischer Natur sind. Auch hier kann der Mönchspfeffer helfen den Hormonhaushalt wieder ins Lot zu bringen.

Dadurch, dass sich der Progesteronspiegel senkt, kommt es zu unregelmäßigen bis immer mehr ausbleibenden Menozyklen. Dabei zieht sich das Klimakterium über einen langen Zeitraum hin und ist in mehrere Phasen unterteilt. Frauen erleben das Klimakterium unterschiedlich, die einen leiden mehr, die anderen weniger unter den Symptomen. Weitere mögliche Symptome zeigen sich in einem Libidomangel, einer Veränderung der Scheidenschleimhaut, sodass es zu Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen kann, die Körperbehaarung kann vermehrt auftreten und ganz zu Schweigen von der Achterbahn der Gefühle. Weiterhin kommt es vereinzelt zu Schwindel und Kreislaufproblem, durch die hormonelle Umstellung wird auch Osteoporose begünstigt. Zum Trost sei aber gesagt, dass die Beschwerden nach dem Klimakterium wieder verschwinden. Es ist erstaunlich, dass es in manchen Regionen der Erde bei Frauen nicht zu solchen Symptomen kommt, ja mehr noch, es gibt Sprachen in denen es gar kein Wort für Wechseljahrsbeschwerden gibt. Die genauen Ursachen sind noch unklar, aber es scheint mit der Ernährung zusammenzuhängen. Offensichtlich gibt es Stoffe, die den Hormonhaushalt entschieden beeinflussen. Warum also pharmazeutische Hämmer auffahren, wenn man mit natürlichen Mitteln helfen kann. Auch die günstige psychische Wirkung von Mönchspfeffer darf nicht unterschätzt werden. Viele Frauen kämpfen in dieser Zeit mit ihrem Selbstwertgefühl und das schlägt sich wieder in Depressionen nieder. Abgeschlagenheit, Erschöpfungszustände und Schlafstörungen machen vielen Frauen das Leben schwer. Dafür ist die Schieflage des Hormonhaushaltes verantwortlich. Es ist noch nicht genug erforscht wie tiefgreifend die Hormone im gesamten Organismus arbeiten und in welche Abläufe sie eingreifen. Offensichtlich kann der Mönchspfeffer hier einiges auffangen und ins Gleichgewicht bringen.

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Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Die Gelbkörperschwäche ist nicht als eigenständige Krankheit zu verstehen, vielmehr ist sie das Resultat eines mannigfachen Geschehens. Medizinisch nennt man die Gelbkörperschwäche Lutealinsuffizienz
Ein Gelbkörper entsteht aus dem Follikel am Eierstock nach dem Eisprung. Seinen Namen hat er daher, dass er tatsächlich ein gelbes Gewebe aufweist. Die Gelbkörper produzieren das Gelbkörperhormon Progesteron, dieses Hormon bereitet die Schleimhaut auf die Einnistung des Eies vor. Ist die Konzentration im Blut dieses Hormons nach dem Eisprung zu niedrig, spricht man von einer Gelbkörperschwäche. Das Hormon des Gelbkörpers bereitet die Gebärmutterschleimhat auf die Einnistung des Embryos vor. Bei einer Gelbkörperschwäche ist das Einnisten gestört und eine Schwangerschaft dadurch gefährdet. Eine Gelbkörperschwäche wird diagnostiziert, indem Blut abgenommen und der Progesteronspiegel gemessen wird.

Die Folge einer Gelbkörperschwäche ist ein unerfüllter Kinderwunsch oder eine Schwangerschaft, die mit einem frühen Abort endet. Man kann sagen, dass die Gelbkörperschwäche eine Folge einer gestörten Eizellreifung ist. Bei unerfülltem Kinderwunsch und Fehlgeburten kommt auch eine enorme psychische Belastung dazu.

Der Mönchspfeffer wirkt ähnlich wie eine Gabe von Hormonpräparaten und unterstützt die Eibläschenentwicklung. Das verbessert die Gelbkörperfunktion. Die Beschaffenheit und die Funktion der Gebärmutterschleimhat ist von Östrogenen und auch dem Gelbkörperhomon abhängig. Hier leistet der Mönchspfeffer gute Dienste und beeinflusst das Geschehen positiv.

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Mönchspfeffer gegen Akne und Pickel

Bei Akne handelt es sich um eine Hautkrankheit, betroffen sind Talgdrüsen und Haarfollikel. Dabei kommt es zu entzündlichen Pusteln, Papeln und kleinen Knötchen. Die Ausprägung ist unterschiedlich, betroffen sind vor allen Dingen Jugendliche. Am bekanntesten ist die Akne vulgaris, aber es gibt noch viele verschiedene andere Formen. Die Betroffenen erfahren meist einen großen Leidensdruck, da sich die Pusteln hauptsächlich im Gesicht und am Oberkörper zeigen. Weiterhin kommt es zu einer Narbenbildung welche die Betroffenen beeinträchtigt.

Akne und Pickel können aber auch während des weiblichen Zyklus oder im Klimakterium auftreten. Das hormonelle Geschehen spielt dabei, wie auch in der Pubertät, eine entscheidende Rolle. Die unterschiedlichen Formen der Akne haben auch verschiedene Ursachen. Bei einem gewöhnlichen Pickel hat sich meist nur ein Haarfollikel entzündet. Trotzdem können Pickel in bestimmten Lebensphasen vermehrt auftreten.

Es gibt viele mögliche Auslöser, eine Änderung im Stoffwechsel, aber auch der Hormonhaushalt spielen dabei eine entscheidende Rolle. Aber auch Bakterien, Alkohol, Nikotin, falsche Ernährungsweise, genau wie Stress können den Hormonstatus beeinflussen und sich ungünstig auf das Hautbild auswirken.

Hier kann Mönchspfeffer auf verschiedenen Ebenen helfen. Zum einen wirkt er sich auch günstig bei Stress und Erregungszuständen aus, zum anderen beeinflusst er den Hormonhaushalt. Natürlich sollte man unterstützend auch auf eine vernünftige Lebensweise achten.

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Mönchspfeffer Nebenwirkungen

Es gibt ausgesprochene Kontraindikationen bei denen Mönchspfeffer nicht eingenommen werden darf. Schwangere und stillende Mütter müssen auf Mönchspfeffer verzichten, so kann er zum Beispiel die Milchbildung hemmen. In der Schwangerschaft sind Komplikationen möglich, bedingt durch die Veränderungen im Hormonhaushalt. Auch bestimmte Krankheitsbilder, wie Brustkrebs oder Tumoren an der Hirnanhangsdrüse werden durch Geschlechtshormone beeinflusst, auch hier darf Mönchspfeffer nicht eingenommen werden.
Menschen, die ein Medikament einnehmen, welches sich auf den körpereigenen Botenstoff Dopamin auswirkt, dürfen Mönchspfeffer nur mit Rücksprache eines Arztes einnehmen.

In seltenen Fällen kann es bei der Einnahme von Mönchspfeffer zu Juckreiz kommen, auch allergische Reaktionen sind möglich. Selten treten Hautauschläge und Kopfschmerzen auf.

Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, ist die richtige Dosierung ausschlaggebend. Vor der Einnahme sollte man sich ausführlich von einem Arzt, Heilpratiker oder Apotheker beraten lassen. Wer zu allergischen Reaktionen neigt, kann auch erst einemal einen Tee aus Mönchspfeffer probieren, dann ist die Dosis nicht so hoch wie bei Tabletten und Kapseln. In der Regel ist der Mönchspfefferextrakt aber gut verträglich.